Das zweite Trimester- Bombi wächst und wächst

Keine Pille gegen Müdigkeit

Leider muss ich sagen, dass die Müdigkeit nicht wirklich mit Ablauf der 12. Schwangerschaftswoche abgelaufen ist. Ab 14 Uhr quälte ich mich oftmals durch den restlichen Tag, ich konnte auf der Stelle einschlafen (was ich auch oft genug getan habe), und meine Energie war verbraucht. Abends bin ich oft liegen geblieben, wenn wir die Kinder ins Bett gebracht haben.
Ich hatte immer ein wenig gehofft, dass mein Eisen- oder Schilddrüsenwert nicht optimal waren. Jedoch war das leider nicht der Fall. Doch wie sagte meine Hebamme so schön: Dass wäre ja auch zu einfach, nur eine Pille nehmen und dann einfach weiter machen wie bisher!
Und ja, sie hat natürlich Recht. Hier leben noch zwei kleine Kinder, die versorgt und bespasst werden wollen. Ich kann nicht mehr einfach morgens liegen bleiben, weil ein Kind in die Schule muss! Ich habe keine kleine Wohnung mehr, sondern ein Haus, dass ab und an mal aufgeräumt und sauber gemacht werden will.

Im Endeffekt ist es vielleicht sogar ganz gut, dass mir mein Körper so klar signalisiert, dass ich nicht mehr kann. Wahrscheinlich hätte ich sonst oft den Moment verpasst und wäre über meine Kräfte gegangen. Gegen Ende des zweiten Trimesters merke ich allerdings, dass es mit dem Schlafen schwieriger wird. Ich komme abends nicht gut zur Ruhe und wache oft auf. Mal sehen wie sich das weiter entwickelt.

Der zweite Ultraschall: Das Outing

Um die 20 SSW hatten wir die zweite Ultraschalluntersuchung bei der Frauenärztin. Diesmal waren die Kinder mit und wir waren alle gespannt, ob wohl ein Bruder oder eine Schwester bei uns einziehen würde. Das Bauchbaby machte es dann auch nicht besonders spannend und präsentierte uns gleich eindeutig ein kleines Anhängsel, das ihn eindeutig als Jungen identifizierte. Das Tochterkind war erst ein wenig schockiert, aber nach einem Moment freuten wir uns alle sehr. Auch sonst war bei der Untersuchung alles gut. Der Hinweis, dass dies kein kleines Kind werden würde, kann mich zum Glück auch nicht mehr schockieren, das kenne ich ja bereits von den anderen Beiden.

Zartes Klopfen

Bereits in der 14 SSW meinte ich, das Baby leicht zu spüren. Ganz zart und vorsichtig. Ich war noch unsicher, doch mein Gefühl trügte mich nicht. In der kommenden Zeit wurde es immer stärker und auch tagsüber bekam ich immer öfter einen liebevollen Schubser. Etwa ab der 22 SSW konnten es dann auch die anderen Familienmitglieder merken und es ist total schön, wie die Kinder mit dem Bauchbaby auf ihre eigene Art und Weise kommunizieren. Aus den zarten, liebevollen Schubsern sind dann inzwischen etwas kraftvollere Treter geworden und wenn es richtig losgeht, sieht man den Bauch schon wackeln. Das sorgt natürlich für richtig Lacher bei den Kindern.

Wie geht es mir?

Ich fühle mich etwas besser, seitdem ich akzeptiert habe, dass die Erschöpfung wohl ein Teil dieser Schwangerschaft bleiben wird. Bis jetzt bin ich ja zum Glück auch von sonstigen Beschwerden verschont geblieben. Leider scheint sich das nun auch zu ändern, da ich zunehmend Schmerzen beim Sitzen oder längeren Stehen habe. Ich kenne das von der ersten Schwangerschaft, wo das Tochterkind auf die Niere gedrückt hat. Ich hoffe, dass sich der kleine Mann da noch etwas anders positionieren wird, sonst werde ich mich da auch irgendwie mit arrangieren müssen.
Ein wenig Sorge macht mir die Gewichtszunahme. Bei der letzen Untersuchung waren es schon fast 16 Kilo Plus und ich bin mir nicht ganz sicher, wo die wohl herkommen. Eigentlich passe ich gut auf, was ich esse. Aber bei den anderen Kindern war es ähnlich und ich bin auch immer alles gut wieder losgeworden. Meine beste Freundin erinnerte mich an meine Worte an sie, als sie schwanger war: Ärger dich nicht über die Kilos, da wächst ein Wunder in dir heran!
Komisch, dass ich für mich in meiner Schwangerschaft andere Maßstäbe ansetze. Aber zum Glück gibt es liebe Menschen, die mich dann wieder auf den Boden zurückholen.

Ansonsten bin ich jetzt doch ziemlich im Nestbauwahn. Hier liegen noch Stoffe, die bearbeitet werden wollen. Ich bin wie verrückt am Ausmisten, Umräumen und Sortieren und freue mich, dass meine Familie soviel Verständnis dafür hat, dass alle 2 Wochen alles woanders steht. Die ersten Sachen trudeln auch schon nach und nach ein.

 

Alles Liebe <3

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