Das erste Trimester- von Müdigkeit bis Ekelattacken

Die ersten Wochen

Ich habe es sehr früh gewusst, dass sich bei uns wieder Nachwuchs ankündigt. Auch wenn manche verwundert schienen, so war dieses Kind durchaus geplant und gewünscht. So hat mich auch das Ausbleiben der Regel nicht überrascht.

Es ging mir gut, wir waren glücklich und planten wie unser Leben zu Fünft wohl so verlaufen wird. Trotz großer Freude, machte vor allem ich mir auch so einige Gedanken. Der Alltag mit 2 Kindern hat ja auch schon so viele Termine, morgens müssen wir aufstehen wegen der Schule und, und, und… Habe ich mir das wohl wirklich alles gut überlegt?
Zum Glück kenne ich diese Panikgedanken noch von den anderen beiden Schwangerschaften und ich weiß, diese Ängste werden vergehen. Alles wird sich irgendwie fügen.
Pläne schmieden bringt mit kleinen Kindern sowieso nichts! Eine Weisheit, die ich regelmäßig vergesse und an die mich das Leben gerne erinnert!

Wie sagen wir es den Kindern?

Wo wir gerade beim Thema Pläne und Kinder sind… In meinem Kopf schwirrten jede Menge romantische Ideen umher, wie wir den Kindern mitteilen, dass sie große Schwester und großer Bruder werden. Die Realität holte mich wie immer auf den Boden der Tatsachen zurück. Das Tochterkind fing ungefähr ab der 4 SSW an regelrechte Trotzanfälle zu bekommen. Sie wollte nicht wirklich darüber reden, warum sie so aufgewühtl war und ließ uns im Unklaren. Eines Abends, als es wieder ein großes Drama gab, wusste ich jedoch was los war. Sie ist immer schon sehr empathisch und spürt Stimmungen sehr schnell. Nun ist ja eine Schwangerschaft zum Teil eine wilde Hormonfahrt und ich konnte nicht immer so reagieren, wie ich es sonst getan hätte. Und wie so oft, erkenne ich mich in dem Verhalten meiner Tochter wieder und wusste, ich muss ihr sagen was los ist. Ich bin anders und sie weiß nicht warum.
Ich setzte mich abends an ihr Bett und erklärte ihr die Situation.  Sie freute sich sehr, streichelte meinen Bauch und konnte endlich wieder entspannen.

Mama, dein Bauch ist so dick

Beim Sohnemann lief es anders. Ihn wollte ich eigentlich etwas länger im Unklaren lassen, da er doch sehr gerne mal Bekannten oder im Kindergarten private Details ausplaudert. Nun saßen wir aber dann eines Abends kuschelnd auf dem Sofa und da fragte er mich: Mama, dein Bauch ist so dick, ist da ein Baby drin? Da es für mich nicht infrage kam ihn anzulügen, wusste er also auch Bescheid. Ich bat ihn aber, noch nichts zu erzählen und er hat tatsächlich kein Sterbenswörtchen verraten.

Babybauch Mitte November- etwa 8 SSW

Der Bauch explodiert

Nun war das mit dem Geheimhalten unseres neuen Familienmitgliedes doch nicht so einfach, da mein Bauch sehr schnell sehr groß geworden ist. Ich hatte in beiden Schwangerschaften immer sehr große Bäuche und die Kinder waren mit etwas über 4000g auch nicht unbedingt leicht. Mein Bauch kennt es also sehr gut gedehnt zu werden und so sah man dann auch sehr schnell eine Rundung.

Ebenfalls auffällig war anscheinend meine Gesichtsfarbe. So etwa ab der 7. Woche kam die Übelkeit, und die war heftig. Ich hatte keinen Hunger, allein bei dem Gedanken an Essen wurde mir Übel und vor bestimmten Lebensmitteln ekelte ich mich regelrecht. Zum Beispiel vor Salat! Den konnte ich nicht einmal ansehen. Zum Glück musste ich mich nicht übergeben. Das Einkaufen und das Kochen für die Familie wurde jedoch zu einer wirklich schwierigen Angelegenheit. So wurde ich dann auch öfters gefragt, ob es mir nicht gut gehe, ich würde blass und fertig aussehen.

Die Müdigkeit kam auch pünktlich mit der Übelkeit und auch die hatte ich auch nicht so stark nicht in Erinnerung. Aber mit 2 Kindern in einem Neubau hat man auch nicht so viele Verschnaufspausen. Ich nutzte jede Minute, die ich bekommen konnte zum Füße hochlegen und mittags wurde durchaus einmal der Fernseher angemacht. 30 Minuten Schlaf, die ich dringend brauchte. Und Abends war ich auch meist die Erste die schlief.

Alles wieder gut 

Eines Morgens, es muss gerade Anfang der 11 Schwangerschaftwoche gewesen sein, fiel mir auf, dass die Übelkeit weg ist. Ich hatte Appetit und freute mich aufs Kochen. Es fühlte sich erst ganz seltsam an. Das Bauchziehen war nicht mehr da, ich hatte Hunger und ich konnte am Abend wieder etwas länger als bis 20 Uhr wach bleiben. Die Frauenärztin bestätigte mir jedoch, dass alles gut ist und ich mich jetzt aufs zweite Trimester freuen kann. Und genau das tat ich dann auch!

Alles Liebe <3

Kommentar verfassen