Aller guten Dinge sind 3?!

Unsere Entscheidung bezüglich eines dritten Kindes

Über kaum ein Thema haben wir in den letzten Jahren soviel gesprochen, wie über die Frage: Wird es noch ein Baby geben bei uns oder reichen Zwei?

In der Schwangerschaft mit dem Sohnemann stand für mich ganz klar fest, ich will danach definitiv noch ein Baby bekommen. Je älter und mobiler der Sohnemann wurde, desto kleiner wurde allerdings mein Kinderwunsch. Würde ich das überhaupt schaffen mit Dreien, wo ich doch schon so manches Mal das Gefühl habe am Limit zu sein? Wie sieht das finanziell überhaupt aus? Ich würde beim nächsten Kind wieder einige Jahre zuhause bleiben, nichts dazu verdienen können und die Kosten werden ja nun auch nicht weniger. Wenn auch nicht unbedingt in den Babyjahren, so dann doch spätestens ab dem Kindergarten. Ganz zu schweigen von der alten Wohnung, die auf Dauer zu klein gewesen wäre und dann bräuchten wir ja auch noch ein anderes Auto…

Von der Kopfseite war das Thema also ganz klar entschieden. 2 Kinder reichen. Wir haben ein Jungen und ein Mädchen, sie sind gesund und wundervoll. Also warum sollten wir das Glück noch einmal herausfordern?

Kopf gegen Herz

Doch das Thema hat uns einfach nicht losgelassen. Wir haben die Entscheidung so oft in Frage gestellt, neu diskutiert und immer blieb ein schales Gefühl zurück.

Bei unserem Hausbau haben wir von Anfang an ein drittes Kinderzimmer eingeplant. Ich wollte mich bei den Überlegungen zum Haus nicht auf die endgültige Anzahl meiner Familienmitglieder festlegen müssen, sondern wollte die Möglichkeit haben da ganz frei zu entscheiden.

Nachdem wir eine Weile in unseren neuen Heimat lebten, kam der Kinderwunsch auch tatsächlich wieder. Die Kontrapunkte waren zwar, bis auf das Platzproblem, immer noch vorhanden, doch das Herz hat einfach eine eigene Sprache und sagte immer lauter, dass bei uns noch jemand fehlt.

Da ich an Hashimoto erkrankt bin und das Schwanger werden ja da immer so eine Sache ist, wollten wir es dann einfach drauf ankommen lassen. Und tatsächlich hat da wohl irgendwo irgendjemand auch auf uns gewartet, denn es hat fast sofort geklappt.

Wir werden das Abenteuer also nun wagen, ab nächstem Sommer sind wir zu Fünft und schwanken zwischen absoluter Vorfreude und leichter Panik. Aber da ich dieses Gefühlschaos schon von den anderen Kindern kenne, bin ich mir sicher, dass am Ende alles gut wird!

Alles Liebe <3

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