Unser Tag im HEIDE PARK RESORT

Ein Besuch im Heidepark Soltau war irgendwie das Letzte, was ich mir für mich als Freizeitaktivität vorstellen konnte. Ich hab ein Problem mit Höhe, ich mag keine Geschwindigkeit und Achterbahnen sind mir seit jeher ein Graus.

So habe ich auch immer wieder Diskussionen diesbezüglich mit dem Ehemann im Keim erstickt. Lohnt nicht, zu teuer, die Kinder sind zu klein…

Dann kam diesen Sommer eine Anfrage, ob wir nicht Lust hätten den Park zu testen. Ich war skeptisch, der Mann und die Kinder begeistert und so gab ich mich geschlagen. Irgend jemand muss ja auch schließlich auf die Taschen aufpassen 😉

Ab zum Heide Park Resort

Am letzten Sonntag im August machten wir uns dann auf den Weg. Wir mussten zum Glück nur etwas über eine Stunde fahren und hatten bis auf einen kleinen Stau eine angenehme Fahrt.
Angekommen beim Resort hatten wir leider ein wenig Ärger, da das Personal meine hinterlegten Karten nicht fand. Das war etwas umständlich, aber zu guter Letzt hat sich das Problem gelöst und wir konnten rein.

Den Eingangsbereich fand ich total zauberhaft. Es lief Musik im Hintergrund und mir gefielen die Fassaden der Häuser dort unheimlich gut.

Um uns einen Überblick zu verschaffen und um in Ruhe anzukommen, machen wir zu Beginn eine Fahrt im HEIDE PARK EXPRESS. Die Eindrücke haben uns etwas erschlagen und wir waren ziemlich beeindruckt. Große Achterbahnen, Panoramabahnen die auf Schienen durch den Park fuhren, sowie zahlreiche größere und kleine Fahrgeschäfte warteten auf uns und mein Herz sackte mir leicht in die Hose. Worauf hatte ich mich da nur eingelassen!

In ruhigem Tempo den Park erkunden

Wir gingen es weiterhin gemütlich an. Wir machten eine Rundfahrt in dem OLDTIMERRUNDKURS, was besonders dem Sohnemann großen Spaß gemacht ha. Er durfte vorne sitzen und uns kutschieren. Die anschließende FLOSSFAHRT war ebenfalls sehr entspannend.


Aufregender wurde es dann bei der TOPILAULA-SCHLACHT. Dort fährt man auf Piratenschiffen durch eine Bucht und muss eine Kurbel betätigen, damit das Boot Wasser schießt, mit dem man wiederrum auf Zielscheiben zielen kann. Die Warnung, dass man sehr nass dabei werden konnte, hielt ich für eine Vorsichtsmaßnahme, was sich als großen Fehler herausgestellt hat. Unser Piratenboot konnte nämlich auch von Außenstehenden mit Wasser beschossen werden und so bin ich dann tatsächlich einmal komplett nass geworden. Zum Glück gab es einen Riesenföhn am Weg, so konnte ich mich etwas trocknen. Da das Wetter aber auch sehr gut war, war mir die nasse Jeans diesen Spaß durchaus wert!
Aufgeputscht von unserem Wasserschlacht stellte sich uns die nächste Herausforderung. Die Kinder wollten mit der PANORAMABAHN fahren, es passen aber immer nur 2 Personen in einen Wagen und das Tochterkind wollte verständlicherweise nicht alleine sitzen. Also musste die Mama mit rein! Wir setzten uns mutig in den ersten Wagen des Zuges. Irgendwie sah die Bahn von unten gar nicht so hoch aus, die Schienen war ebenfalls sehr dünn und wir wackelten in einigen Metern Höhe durch den Park. Viel mitbekommen habe ich jedoch nicht, da ich meine Augen lieber geschlossen hielt und hoffte, bald wieder richtigen Boden unter den Füßen zu bekommen. Der Rest der Familie die Fahrt jedoch sehr toll!

Mit leicht zittrigen Beinen (also ich) marschierten wir weiter durch den Park, bewunderten die KRAKE und blieben schließlich beim LIMIT  hängen. Das Tochterkind war groß und alt genug und wollte unbedingt mit dem Papa richtig Achterbahn fahren. Nun konnte sie vom Eingang aus nicht genau sehen was auf sie zukam und auch mit stockte etwas der Atem, als ich die ganze Bahn sah.

Nach dieser rasanten Fahrt brauchten wir erstmal etwas zu Essen um wieder zu Kräften zu kommen.
Wir entschieden uns in der Piratenbucht Pommes und Burger zu essen und ich war sehr glücklich, dass ich dort einen veganen Burger bekommen konnte!

Gut gestärkt spazierten wir weiter durch den Park und sahen uns ein paar Attraktionen an. Kurz überlegten das Tochterkind und ich noch in den HURACAN, also das Kettenkarussell, zu gehen, aber mit vollem Magen haben wir das lieber gelassen.

Erste Müdigkeitsanzeichen

Da wir merkten, dass die Kinder langsam müde wurden, beschlossen wir die Sachen zu suchen, in die wir unbedingt noch rein wollten. Also ging es erstmal direkt zum MOUNTAIN-RAFTING. Wir mussten etwa 30 Minuten warten und dann ging es in diesen runden Gummibooten einen Wasserweg entlang. Wir alle hatten unheimlich viel Spaß dabei, das Tochterkind kreischte wie wild und der Sohnemann konnte sich kaum noch ein bekommen vor Lachen. Wäre die Schlange nicht so lang gewesen, hätten wir uns definitiv noch ein weiteres Mal angestellt.

Von dort aus gelangten wir zum DRACHENZÄHMEN mit dem Drachen Ohnezahn. Da der Sohnemann Drachen liebt, haben wir uns natürlich angestellt um in die DRACHENGROTTE zu fahren. Die Fahrt fand ich persönlich sehr kurz, die Kinder waren jedoch trotzdem zufrieden. Die Qualm speienden Drachen dort wirkten sehr echt und wirken besonders für kleine Kinder vielleicht doch etwas gruselig. Der Sohnemann hat sich etwas erschrocken, aber einen Flug mit dem Papa in einem Flugdrachen hat ihn den Schreck dann vergessen lassen.

Auf dem Weg zur Wildwasserbahn entdeckte das Tochterkind noch den INDY-BLITZ und wir standen wieder vor dem selben Dilemma wie bei der PANORAMABAHN. Es passen nur 2 nebeneinander! Da diese Achterbahn jedoch wirklich human aussah, willigte ich also wieder zähneknirschend ein. Was macht man nicht alles für seine Kinder!
Tatsächlich hat mir die Fahrt jedoch Spaß gemacht und die Kinder waren sehr stolz auf mich, dass ich meine Angst überwinden konnte.

Als letzte große Attraktion haben wir uns die WILDWASSERBAHN aufgespart. Die Schlange war relativ lang und nach etwas 30 Minuten haben wir endlich in unserem Kanu Platz  nehmen können. Bei dieser Fahrt hatte ich wieder meine Augen zu, aber es hat wirklich Spaß gemacht, einiges an Adrenalin ausgeschüttet und uns ordentlich nass gemacht.

Zum Abschluss haben wir uns im HEIDE PARK SHOP noch ein Eis gegönnt und eine Runde im NOSTALGIEKARUSSELL gedreht, bevor wir uns dann müde aber gut zufrieden auf den Heimweg machten.

Mein Fazit und unsere Empfehlung

Wider Erwarten hatten ich doch sehr viel Spaß im Park. Es gibt einige Attraktionen für Große, wie z.B. die KRAKE oder FLUG DER DÄMONEN, jedoch sind die meisten Sachen für Kinder ab 3 bzw 4 Jahren schon ganz gut geeignet. Und auch Menschen wie ich, die nicht unbedingt Schwindelfrei sind, können auf ihre Kosten kommen.


Oft musste ich ganz schön über meinen Schatten springen, aber ich wollte mein Kind halt auch nicht alleine fahren lassen. Und mein Mut ist dank der generell etwas aufgeputschten Stimmung und dem vielen Gekreische im Park zum Glück etwas angeheizt worden.

Das ist allerdings auch ein Grund, warum ich mit noch jüngeren Kindern den Park nicht unbedingt als Ausflugsziel auswählen würde, da es doch sehr viele Reize sind, die einen überfordern können.

Für einen Ausflug in den HEIDE PARK sollte auf jeden Fall ein ganzer Tag eingeplant werden. Es gibt viel zu entdecken und bei einigen Attraktionen muss man leider auch einige Wartezeit einplanen.

Ich fand die liebevolle Dekoration des Parks sehr schön, auch wenn die Kindern diese nicht direkt in Erinnerung behalten, so sorgt es dennoch für eine gute Atmosphäre.

Wir hatten an diesem Tag insgesamt wirklich viel Spaß, konnten den Baustress vergessen und uns ordentlich die Köpfe durchpusten lassen. Vielen Dank nochmal, dass uns das ermöglicht wurde!

Wart ihr schon einmal im HEIDE PARK RESORT? Oder wollt ihr dort gerne einmal hin? Schreibt mir gerne eure Erfahrungen in die Kommentare!

Alles Liebe <3

 

2 Kommentare

  1. Haha, genau meine Argumente! Wir waren lange nicht und werden wohl auch lange nicht gehen, vor allem wegen des stark gestiegenen Eintrittspreises. Aber es klingt doch tatsächlich wieder ganz verlockend.

    Liebe Grüße an die ganze mutige Familie,
    Frau Mena.

    1. Sandra sagt: Antworten

      Die Preise sind wirklich ganz schön happig, vor allem für Kinder. Das ist dann wirklich wie ein kleiner Kurzurlaub.

Kommentar verfassen