Mein Haarexperiment- 8 Wochen No Poo

Vor einer Weile bin ich im Netz auf die No Poo Methode gestoßen. Das bedeutet, dass die Haare nicht mehr mit Shampoo gewaschen werden. Nach einer Übergangszeit von 8 Wochen sollen die Haare voller, kräftiger und gesünder werden. Zudem sollte sich die Talgproduktion so eingespielt haben, dass nur noch wenige Haarwäschen in der Woche nötig sind.
Die Alternativen zu herkömmlichen Shampoo sind unter anderem Roggenmehl, Heilerde, Backpulver, Haarseife oder warmes Wasser.

So richtig gut konnte ich mir das nicht vorstellen und in meinem Kopf bildete sich gleich das Bild von fettigen, strähnigen, muffigen Haaren. Doch meine Kopfhaut zwang mich zum Umdenken. Ich habe eine ziemlich problematische Haut und meine Kopfhaut ist sehr sensibel und juckt häufig. Zwar benutze ich seit Jahren nur noch Silikonfreie, möglichst schonende Shampoos, komplett beschwerdefrei bin ich jedoch nicht. Und die vielen positiven Berichte haben mich doch mutig gemacht und so wollte ich nun also die No Poo Methode für mich testen.

Mein Waschmittel:

Ich habe mich für Roggenmehl entschieden. Das hatte ich im Haus und es war somit ganz einfach zu Testen. Roggen hat zudem den Vorteil, dass viele Pflegestoffe enthalten sind, die im Shampoo ebenfalls vorkommen. Ich habe folgende Rezeptur genommen:

30g Roggenmehl Type 1050
70g lauwarmes Wasser

Ich habe eine kleine Schüssel genommen, die Mischung mit einem kleinen Schneebesen verrührt und es einen Moment ruhen lassen. Das Mehl wird dann auf den trockenen Haaransatz aufgetragen und sehr gut einmassiert. Ordentlich massieren ist dabei sehr wichtig, das regt die Durchblutung an und alles wird gut verteilt. Auf dem Kopf sollte das Roggenmehl noch etwa 5 Minuten einziehen bis es dann ausgewaschen wird.
Bei der No Poo Methode mit Roggenmehl ist keine Spülung mit Essig oder Zitrone notwendig.

Aufgepasst!

Achtet darauf, dass ihr wirklich Roggenmehl verwendet. Ich habe einmal in Eile daneben gegriffen und Dinkelmehl benutzt. Diese Getreidesorte hat einen höheren Glutenanteil. Der verklebt dann das Haar und ihr habt dann einen dicken, harten Klumpen auf dem Kopf. Ich bin auch ziemlich nervös geworden und habe mich innerlich von meinen Haaren verabschiedet, doch mit viel Zeit, Geduld, Kokosöl und einem Läusekamm habe ich alle Klümpchen raus bekommen.

Mein Fazit:

Das Ergebnis hat mich wirklich überrascht! Die Haare waren samtig weich, ich brauchte keine Spülung und sie fühlten sich richtig griffig an. Ich war begeistert und machte nach den ersten positiven Ergebnissen weiter. Bei der No Poo Methode ist es nicht zwingend notwendig mit fettigen Haar rumzulaufen, es sollte eigentlich ausreichen die Haare so häufig wie bisher zu waschen, jedoch dann mit dem Mehl. Die Intervalle sollen sich dann angeblich von alleine erweitern. Das tat es bei mir leider nicht. Jeden zweiten Tag musste ich ran und da ich meistens morgens wasche, war das nicht so optimal. Das Roggenmehl muss angerührt werden, es muss einwirken auf dem Kopf, das Mehl muss direkt aus der Dusche gereinigt werden und alles zusammen frisst doch etwas zu viel Zeit.

Ich habe zum Ende der 8 Wochen hin meine Haare dann wieder mit einem milden Shampoo gewaschen. Jedoch vermisse ich das Haargefühl von vorher und nun wasche ich meine Haare am Abend, so dass ich die Zeit in der Früh gespart habe. Mal sehen wie ich damit zurecht komme, ich werde euch auf dem Laufenden halten!

Habt ihr schon Erfahrungen mit No Poo gesammelt? Habt ihr vielleicht noch Tipps oder Vorschläge für mich?

Alles Liebe <3

 

Ein Kommentar bei „Mein Haarexperiment- 8 Wochen No Poo“

  1. […] des Jahres  habe ich bereits über mein Versuch mit dem Roggenmehl berichtet und ich habe euch versprochen nach einiger Zeit ein Update zu schreiben. Es hatte sich […]

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