Unsere Mutter Kind Kur

Wir sind nun bereits eine Weile wieder zu Hause. Die Wäsche ist sauber im Schrank verstaut, das Tochterkind ist wieder im Kindergarten und der Alltag hat uns wieder. Es wird also nun Zeit, dass ich euch von unserer Mutter Kind Kur berichte.

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Anfang September ging unsere Reise in den Bayerischen Wald los und ich war doch sehr aufgeregt. Der Papa ist mit uns gefahren und wollte auch die ersten Tage zur Eingewöhnung der Kinder dableiben. Glücklicherweise konnte er auf einem Klappbett bei uns im Zimmer schlafen. Das war für mich eine große Erleichterung, da ich doch Sorge hatte, wie die Kinder sich dort zurecht finden.

Unser Kurhaus machte einen gepflegten Eindruck, unser Zimmer war ausreichend groß und abgesehen von ein paar fehlenden Kleiderhaken konnten wir alles irgendwie unterbringen. Die Kinder hatten ein extra Zimmer mit Hochbett, doch wir bauten alles so um, dass wir alle in einem Bett schlafen konnten .

Die Landschaft fanden wir alle wunderschön! Der Ort liegt im südlichen bayerischen Wald und das Haus liegt idyllisch mit einem herrlichen Blick auf das Tal. Von unserem Balkon aus konnten wir auf saftige Wiesen blicken, auf einen Stall mit Hühnern, Gänsen und Schafen sowie auf eine Pferdewiese.

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Am nächsten Tag ging es los mit einem Aufnahmegespräch und einer Untersuchung, dann starteten für mich die Anwendungen. Die Kleinen waren nur als Begleitperson mit dabei und hatten somit keine Termine.

Die ersten Tage gingen recht holprig los. Ich musste meine Massagen absetzen lassen, da ich von dem Mittel Probleme mit der Haut bekam und die Kinder waren sehr unglücklich in der Betreuung. Es waren zu viele Kinder, zu wenig Erzieherinnen und zu kleine Räume. Der Geräuschpegel war sehr hoch und ich sah dort fast immer Kinder, die weinten und nach ihrer Mama riefen.  Dies war ein Punkt, den ich nicht einfach so hinnehmen wollte und wir suchten händeringend nach einer Lösung.Es kommt nun einmal nicht in Frage, die Beiden extrem unglücklich bzw. weinend in einer Betreuung zu lassen, wenn ich von deren Qualität nicht überzeugt bin. Im Endeffekt habe ich meine Nachmittagstermine streichen lassen und der Papa sollte vorzeitig wieder anreisen, damit er die Zeit mit ihnen verbringen konnte.

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Im Endeffekt waren ein Großteil meiner Überlegungen allerdings für die Katz, denn es kam doch alles anders als geplant. Am Samstag bekam der Sohnemann Fieber. Und unsere anfängliche Hoffnung, dass es sich wie meist nach einem Tag erledigt hat, zerschlug sich dann Sonntag, als es ihm noch schlechter ging. Der Kurarzt meinte zwar, dass es ist nichts dramatisches wäre,doch ich war sehr in Sorge. So krank hab ich den kleinen Mann noch nicht gesehen. Der Papa musste Sonntags zurück nach Hause und es wurde ein sehr tränenreicher Abschied. Es dauerte noch weitere 5 Tage, bis der Kleine wieder fit wurde! In der Zeit mussten meine Termine abgesagt werden und die Große blieb auch bei uns. Die Tage auf dem Zimmer waren nicht leicht, wir bekamen zwar unser Essen gebracht, aber wir waren doch isoliert in einem Zimmer, dass zu klein war um den ganzen Tag dort mit zwei Kindern zu verbringen. Wir machten einige Sparziergänge, doch der Sohnemann wollte immer wieder schnell zurück ins Bett und sich ausruhen. Zum Glück wurde es besser, als der Papa am Wochenende wieder kam. So hatte es sich dann mit der Betreuung von selbst erledigt.

Meine Anwendungen war größtenteils Sport und ein paar Übungsstunden in PMR. Der sportliche Teil hat mir sehr gut gefallen und ich bin etwas traurig, dass ich letztendlich nur wenige Tage mitmachen konnte. Die PMR fand ich in der Gruppe unangenehm, viele kamen vom Rauchen und ich kann mich schlecht zwischen fremden Leuten einfach entspannen. Die Technik an sich werde ich aber noch einmal für mich alleine üben.

Negativ ist mir das Miteinander dort aufgefallen. Ich habe schon erwartet, dass ich als Attachement Parenting Mama dort wohl in der Unterzahl sein würde, aber ganz so extrem hatte ich es nicht erwartet. Der Umgangston, der zwischen einigen Eltern und den Kindern herrschte, war einfach nur gruselig, mangelte an Respekt und jeglichem Funken Verständnis.

Doch ich wurde auch positiv überrascht. Ich habe zwei Instagram-Mamas getroffen, von der eine Vegan lebt und die andere mit ihren Kindern Homeschooling macht. Dieses Kennenlernen war eine Bereicherung und ich war sehr traurig, dass die Beiden eine Woche vor mir abgereist sind.

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Generell muss ich sagen, dass ich mir etwas mehr Entspannung erhofft habe. Natürlich liegt das auch an der anstrengen Zeit mit der Krankheit, doch auch sonst fand ich nicht alles so glücklich geregelt.  Die Lautstärke im Speisesaal und zum Teil auch im Haus war ebenfalls sehr hoch, was nicht nur an dem normalen Kinderlärm lag, sondern oftmals an den schreienden Eltern. Die Kinder wurden durch die Lautstärke beim Essen oft abgelenkt und selber total aufgedreht, was besonders beim Abendessen nicht so toll war, da sie extrem lange brauchten um wieder zur Ruhe zu kommen.

Unsere besonders schönen Moment erlebten wir bei unseren Ausflügen, von denen werde ich euch dann beim nächsten Mal berichten.

Alles Liebe <3

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