Laternen Tam Tam

Am letzten Freitag war in unserem Stadtteil das Laternen Tam Tam.

Gegen 17 Uhr treffen sich dazu die Kinder vor dem Kindergarten meiner Tochter um Stockbrot oder Suppe zu essen, ein wenig zu spielen und nett zusammenzusitzen. Das dauert dann meist so 1 bis 1 1/2 Stunden bis dann die Kapelle kommt und der Umzug durch die Straßen der Nordstadt losgeht. Doch irgendwie war dieses Jahr der Wurm drin.

Unser Tochterkind bekam am Mittwoch Abend Fieber. Da es bei ihr oft innerhalb einer Nacht verschwindet, waren wir noch optimistisch. Doch Donnerstag morgen fieberte sie bereits wieder recht hoch, klagte über Ohrenschmerzen und war richtig mies drauf. Die Tränen flossen in Strömen, schließlich hat sie sich seit Wochen auf das Fest gefreut.

Wir wollten Freitags nachmittags noch einmal kontrollieren und dann überlegen wie wir es machen. Wir hätten sie ja auch in den Buggy und den Bruder in die Trage setzen können. Doch Freitag war das Fieber zum Glück verschwunden. Sie war zwar noch schlapp, aber wir wollten wenigstens kurz dabei sein.

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Der Kindergarten war mit bunten Lampen geschmückt, es waren Bänke und Tische aufgestellt und überall wuselten kleine Kinder durch die Gegend.

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Vor dem Kindergarten ist ein Spielplatz, die Kinder hatten also ordentlich Platz. Ich finde es immer ein wenig anstrengend, wenn im Dunkeln die Kinder rumrennen und so manches mal ist unser Sohnemann von größeren Kindern umgerannt worden. Doch wie er nun mal so ist, hat ihn das nicht groß gestört. Irgendwann rannte er nur noch lautstark singend um mich rum, und ich hoffte, dass langsam die Kapelle kam. Doch auch da war das Glück nicht auf unserer Seite.

Die Polizei hat den Umzug vergessen, so mussten wir ziemlich lange warten. Die Schlafgehzeit des Sohnemannes war nun auch schon überschritten und die Stimmung sackte auf den Tiefpunkt. Das Tochterkind bekam ganz dunkle Augenringe und sah ganz schön erschöpft aus, aber gehen wollte sie auf keinen Fall. Die Kapelle spielte ein paar Lieder, doch wir bekamen langsam aber sicher den Eindruck, dass es niemals losgeht.

Doch falsch gedacht, um 19 Uhr klangen endlich die ersten Töne von „Ich geh mit meiner Laterne“ und los ging es. Diese Stimmung finde ich immer wieder ganz besonders. Die Straßen werden abgesperrt und die Kinder dürfen mitten auf der Straße laufen. Es wird mal richtig Platz für die Kinder gemacht, das ist sehr schön und alle folgen ganz stolz und andächtig mit ihrem Laternen dem Zug.

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Für uns endete allerdings tatsächlich nach 2 Straßen schon der ganze Spaß. Das Tochterkind sah aus als wenn sie jeden Moment umfällt und der Sohnemann weinte in einer Tour, nachdem er von einer fremden Person angesprochen wurde.

Die Kinder waren glücklich, dass wir dabei waren und sie freuen sich jetzt schon auf das nächste Jahr!

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